Wein verkosten: Dein Geschmackserlebnis mit diesen vier einfachen Schritten genießen

Wein verkosten
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Ich wiederhole mich gerne: Wein verkosten ist keine höhere Kunst. Das kann wirklich jeder! Alles, was du können solltest, kannst du bereits. Eine Flasche Wein, ein Glas und vielleicht ein Korkenzieher sind alles, was du brauchst.


Alles klar? Dann schenke dir dein Glas Wein ein und schon kann es losgehen mit dem Genießen!

Heute habe ich für dich eine eine gratis-Leseprobe aus dem Wein-Geschmacktypen Guide, dem wichtigsten Bestandteil des „Genau Mein Wein!“ Pakets…!

Das, was du jetzt tun wirst, heißt im Fachjargon Wein verkosten. Darin steckt das Wort „kosten“, im Sinne von „probieren“.

Du probierst und tastest dich langsam heran: Sehen. Riechen. Schmecken. Achtsam wahrnehmen. Assoziieren.

Und das alles völlig entmystifiziert. Ganz ohne Fachsimpelei. Du achtest nur auf deine Geschmackseindrücke und die Assoziationen, die dir beim Probieren und Trinken in den Sinn kommen.

Schritt 1: Sehen

 

Du schenkst dir ein. Faustregel für ein Weinglas: Immer maximal bis zur breitesten Stelle füllen, zur Verkostung darf es ruhig auch weniger sein. Höre einmal darauf, wie der Wein ins Glas läuft.

Sieh dir den Wein im Glas an. Wie ist die Farbe?

Achte aufmerksam auf deine Gedanken: Was verknüpfst du mit der Farbe? Das Auge trinkt mit.

Schritt 2: Riechen

 

Jetzt riechst du am Wein. Was nimmst du wahr?

Nun schwenke das Glas ein wenig und rieche wieder.

Hat sich der Geruch verändert? Welche Bilder kommen in dir auf?

Schritt 3: Schmecken

 

Du nimmst einen Schluck.

Welche Bereiche auf deiner Zunge werden angesprochen? Mir ist aufgefallen, dass viele Menschen beim Probieren nur ein winziges Schlückchen Wein in den Mund nehmen und das dann in der Mitte der Zunge durch den Mund transportieren.

Deshalb:


Nimm einen größeren Schluck und erlaube dir, ihn auf der gesamten Zunge zu spüren. Dadurch werden die Geschmacksrezeptoren auf der Zunge viel stärker angesprochen und dein Gehirn bekommt intensivere Signale gesendet – trau dich!

Schritt 4: Gesamteindruck wahrnehmen und assoziieren

 

Du schluckst den Wein hinunter. Dadurch wird das komplette Aroma durch den Rachenraum in deine Nase gewirbelt. Das heißt übrigens retronasale Wahrnehmung.

Nimm die unterschiedlichen Aromen wahr.

Woran erinnern sie dich? Je wilder assoziiert, desto besser! Erinnert es dich an eine bestimmte Situation? Super!

Nimm deinen ersten Eindruck wahr. Ist er eher „Ürgs, nein danke“ oder „mega-super-lecker“?

Probiere noch einmal und lass den Wein auf dich wirken.

Gibt es Aromen, die du schon erkennst? Oft liegt die Reizschwelle unter der Erkennungsschwelle. Wir nehmen etwas wahr – „Das kenne ich doch, was ist das denn?“ – und können es nicht zuordnen.

Nun darfst du noch einmal ordentlich assoziieren. Was kommt dir in den Sinn? Situationen, Menschen, Wörter… ? Vielleicht hast du eine Idee, welches Essen zu diesem Wein passen würde? Mir fällt dazu meistens nicht so viel ein – ich mache das eher anders herum ;)
 
Du findest Anknüpfungspunkte und machst dich mit dem Wein bekannt. Dadurch, dass du nach Bildern suchst, werden die Weine lebendig und du kannst dich danach besser erinnern.

Fazit

 

Dies war nur ein kleiner Ausschnitt aus dem „Genau Mein Wein!“ Wein-Geschmackstypen Guide. Der Guide begleitet dich auf dem Weg, deinen Weingeschmack zu entdecken und deinen Wein-Geschmackstyp zu bestimmen. Das Kapitel Verkostung enthält noch mehr hilfreiche Anleitung zum Wein verkosten.



Kein Mysterium, oder? Wein verkosten geht auch ohne Fachsimpelei! Ich habe es dir ja schon gesagt: Das kann wirklich jeder!

Was war gerade deine Herausforderung beim Wein verkosten?

Teile sie jetzt mit uns in den Kommentaren!

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Kommentare: 2
  • #1

    Winzer E: (Dienstag, 12 September 2017 13:10)

    Alles klar!!!
    Aber BITTTÄÄÄÄ: das Glas am Stiel anpacken, Elske!

  • #2

    Elske Schönhals (Dienstag, 19 September 2017 12:11)

    Oh ja, danke für diesen wichtigen Hinweis! Das war mir bei der Bildauswahl total entgangen.
    Liebe Blogleserinnen und -leser: Das Glas hat einen Stiel, damit man es daran festhalten kann.