Wie du souverän ein Gespräch mit Kollegen über Wein führst

Artikelbild: Souverän über Wein sprechen
rawpixel/Pixabay

Du hast da so einen Kollegen. Er hat Wein für sich entdeckt und findet einfach alles, was damit zu tun hat unglaublich spannend. Und worüber redet er am liebsten? Über Wein… und zwar mit JEDEM! Aaaah!

Du findest Wein auch großartig, aber mal ganz ehrlich: Jedes Mal, wenn er im Kollegenkreis darüber anfängt, merkst du, wie sich alles in dir anspannt. Und zwar, weil du denkst, dass du dich eigentlich auskennen müsstest und eine gewisse Weinkenntnis zur Allgemeinbildung gehört. In deinem Job bist du Experte. Doch bleibt nur deine Souveränität, wenn es ums Thema Wein geht?


Ich habe eine wahrhaftig gute Nachricht für dich:

Alles, was du können und wissen musst, trägst du bereits in dir.

Hier sind meine besten Tipps für dich, damit du dieses angespannt-sein hinter dir lassen kannst und zukünftig souverän und mit Freude mit Kollegen, Chefs und Freunden über Wein sprechen kannst. Denn: Wein macht Spaß!

Setz dir deinen Experten-Hut auf

 

Sobald du das unangenehme verkrampfte Gefühl im Magen spürst, machst du folgendes: Du greifst nach deinen imaginären Experten-Hut, den du immer dabei hast und setzt ihn dir auf.

 

Auf dem Hut steht: Experte für Geschmack.

 

Denn das bist du! In The Road to Excellence, beschreibt Anders Ericsson, dass man in etwa 10.000 Stunden ein Experte in einem Gebiet werden kann. Nun überlege dir, wie viele Jahre du bereits lebst und schmeckst. Wie du bereits als Kleinkind beurteilen konntest, was gut ist und was nicht. Und da hast du dir garantiert nicht hereinreden lassen! Frage einfach deine Eltern, die werden dir das bestätigen.

Dein Gegenüber ist auch Experte, nämlich Experte für seinen (oder ihren) Geschmack. Ihr begegnet euch auf Augenhöhe. Das unangenehme Gefühl, sich nicht genug auszukennen, passiert nur in deinem eigenen Kopf.

Und ich kann dir verraten, dass diejenigen, die ihr Weinwissen raushängen lassen, in der Regel auch ziemlich große Lücken haben.
Die wahren Experten haben soviel Begeisterung für ihr Thema, dass sie diese mit anderen teilen möchten, sie anstecken und mitnehmen wollen, damit sie Neues zu entdecken können.

Sei authentisch und gehe spielerisch mit dem Weinthema um

 

Es ist wirklich egal, dass du dich nicht extrem gut auskennst. Es reicht völlig, mit Freude beim Thema zu sein. Ich habe einen guten Freund, der gerne „gut informierter Laie“ in den unterschiedlichsten Themengebieten ist. Seine Theorie basiert darauf, dass man mit relativ wenig Aufwand über die Schwelle des mittelmäßig-informiert-seins kommt. Er kann ganz gut mitreden, muss sich aber nicht extrem gut auskennen.
Das erinnert mich ein wenig an das Pareto-Prinzip, nämlich in zwanzig Prozent der Zeit, achtzig Prozent des angestrebten Ziels zu erreichen.

Aber zurück zum Thema. Versetze dich in folgende Situation: Du hast sicherlich schon mal einen Computer gekauft. Falls du jetzt nicht gerade im IT Bereich arbeitest, wirst du gemerkt haben, dass du deinen Wortschatz im Auswahlprozess plötzlich um extrem viele Worte erweitert hast. Beispielsweise Wörter wie Arbeitsspeicher, Cache oder SSD Festplatte. Jetzt stell dir vor, dass du mit jemandem sprichst, der sich so momentan wenig bis gar nicht mit dem Thema Computer beschäftigt.

Hör dir doch mal selbst zu. „Hmmm. Ich bin unschlüssig: Soll ich lieber acht oder sechzehn Gigabyte RAM nehmen, was denkst du?“
Merkst du es? Du weißt, du kennst dich nicht richtig und umfassend mit dem Thema aus, aber du hast trotzdem dein Wissen erweitert.

Gehe davon aus, dass jemand, der sich vermeintlich suuuuper auskennt, wahrscheinlich ein „gut informierter Laie“ ist. Und selbst dann gibt es für ihn, beziehungsweise sie, noch viel zu entdecken. Warum nicht gemeinsam entdecken.

Du brauchst keine Rolle zu spielen und auch niemandem etwas zu beweisen. Gehe das Thema Wein authentisch, mit Spaß und spielerisch an.

Wenn du also gefragt wirst „Was meinst du, sollen wir diesen Wein dekantieren?“, dann lache und sein froh, es könnte schlimmer kommen.

Du antwortest einfach: „Sag du es mir. Und wenn du es auch nicht weißt: lass es uns einfach ausprobieren!“

Vertraue dem Prozess

 

Je mehr du dich mit dem Thema Wein auseinandersetzt, desto größer wird dein eigenes Wissen.

Führe dir vor Augen, wie zu Studienzeiten war, als du noch ziemlicher Laie in deinem Gebiet warst: Anfangs fällt es schwer, sich die ganzen Details, Prozesse oder Modelle zu merken. Man muss sie sich regelrecht in den Kopf stampfen. Und dann, drei oder vier Semester weiter, wenn dir nochmal auffällt, was du im ersten Semester als schwierig empfunden hast, wundertest du dich, dass du das jemals irgendwann nicht gewusst hast.

So funktioniert unser Gehirn. Es ist wie ein Wissensnetz aufgebaut, dass sich ständig erweitert. Wenn neues Wissen keinen Anknüpfungspunkt in deinem Wissensnetz hat, dann fliegt es einfach nur vorbei (hier ist das anschaulich erklärt). Entweder du hörst die Information nicht einmal bewusst, weil dein Gehirn sie sofort aussiebt, oder sie sorgt für ein kurzes „Aha!“ und eine Stunde später kannst du dich nicht mehr erinnern.

Doch du kannst dem Prozess vertrauen, denn jetzt hast du die Information schonmal gehört. Beim nächsten oder übernächsten Mal hörst du sie wieder und langsam aber sicher erweitert sich dein Wissensnetz.
Dann kommt irgendwann entweder die große Erkenntnis: „Ach sooooo ist das! Klar, warum habe ich das nicht schon vorher gecheckt?“ oder du wunderst dich, woher du das eigentlich weißt.

Dehalb: Mache dir keine Gedanken darüber, wenn du dir nicht jede neue Rebsorte, jedes neue Weingut oder jeden neuen Aspekte des Wein-Herstellungsprozesses merken kannst. Nimm dir kleine Teilregionen vor, die du beständig ausbaust, wie beispielsweise unterschiedliche Weingüter, Anbaugebiet oder Rebsorten. Ich liebe es beispielsweise selbst, an Weinverkostungen mit einem „Motto“ heranzugehen. Denn davon profitiere ich erfahrungsgemäß am meisten.

Abonniere meinen Newsletter, falls du das nicht schon getan hast, dann bekommst du von mir regelmäßig Informationen, wenn es neues Weinwissen auf meinem Blog gibt. Das ist eine Möglichkeit, dein Wissensnetz beständig weiter auszubauen und dran zu bleiben.


Hast du Lust, deinen Weingeschmack zu entdecken? Einfach und leicht Wein auszuwählen, der zu dir passt?

Dann lass Dir jetzt meine kostenloses eBook

 

„Entdecke deinen Weingeschmack mit

diesen 5 Geheimnissen“

 

zuschicken und bekomme regelmäßig knackig aufbereitetes
Weinwissen in den Postfach geliefert.

* indicates required


Entdecke deinen Weingeschmack

 

Wie ich bereits erwähnt habe, bist du – und nur du – der Experte, beziehungsweise die Expertin für deinen Geschmack. Du hast Lust auf mehr Weintrinken, Weinwissen und auch Weinkultur.

Der nächste Schritt ist, nicht nur zu trinken, was andere dir empfehlen, sondern deinen eigenen Weingeschmack zu entdecken. Mit diesem Wissen wirst du unabhängig von Empfehlungen sein und deine eigene Auswahl treffen können, beziehungsweise aus den Empfehlungen diejenigen herausfiltern, die zu dir und deinem Geschmack passen.

Es ist meine Mission, Menschen Selbstvertrauen im Thema Wein zu geben. Ich nehme sie mit auf die Reise zu ihrem ganz persönlichen Weingeschmack.

Dafür habe ich ein eigenes System entwickelt: die Wein-Geschmackstypen. Denn bei mir steht der Mensch im Mittelpunkt. Der Wein muss dem Menschen „dienen“ und nicht andersherum. Lass mich dich mit auf die Reise nehmen. Entdecke deinen Weingeschmack mit dem „Genau Mein Wein!“ Paket (hier klicken) und lasse dir nicht mehr von anderen erzählen, wass dir schmecken sollte.

Fazit

 

Die Weinwelt ist riesig und voller spannender Landschaften. Du darfst dich nicht auskennen und trotzdem deine Meinung äußern.

 

Mache dir bewusst, dass du Experte für deinen ganz persönlichen Geschmack bist und ziehe dir beim nächsten Wein-Gespräch die imaginäre Experten-Mütze auf. Bleibe authentisch und gehe spielerisch mit dem Thema Wein um.


Vertraue darauf, dass dein Gehirn ein Supercomputer ist, der sich immer weiter vernetzt. Wenn du dich mit einem Thema befasst, werden richtige Daten-Autobahnen gebaut. Immer neues Wissen kann sich anknüpfen und immer schneller abgerufen werden. Das Beste dabei: es geht ganz von selbst.


Last, but not least: Mache dich auf die Reise und entdecke deinen ganz persönlichen Weingeschmack.

Hast du dich auch schon gewunden, wenn das Thema Wein

auf den Tisch kam? Was sind deiner Meinung nach die nervigsten Aussagen?

Teile sie mit uns in den Kommentaren!

Dieser Artikel kann Affiliate Links beinhalten. Du wirst automatisch zum Anbieter weitergleitet. Wenn du etwas kaufst, dann bekomme ich eine kleine Provision für die verkauften Artikel. Damit unterstützt du meine Arbeit und für dich ist es nicht teurer.

Kommentar schreiben

Kommentare: 2
  • #1

    Annetje (Dienstag, 12 Dezember 2017 21:33)

    Hallo Elske, wie toll, dass das E-book nun auch erhältlich ist! Gute Leistung, weiter so!!
    Herzliche Grüsse, Annetje

  • #2

    Elske Schönhals (Mittwoch, 13 Dezember 2017 10:51)

    Hallo Annetje,
    danke für das Kompliment und weiterhin viel Freude beim Entdecken,
    Elske